Frank Stöhr, ift-Auditor
„Energiemanagement spart Kosten!“Etwa acht Betriebe aus dem Metall-/Fassadenbau haben sich vom ift Rosenheim nach Energiemanagementsystemen zertifizieren lassen, insgesamt sind es 80. Das Energieeffizienzgesetz (EnEfG) gibt aktuell 7,5 GWh/Jahr als Schwellenwert für die Einführung eines Energiemanagementsystems (EnMS) vor. Frank Stöhr, stellvertretender Leiter des ift-Bereichs Zertifizierung Managementsysteme, geht jedoch davon aus, dass mit der Novellierung dieser Wert auf 23,6 GWh/Jahr angehoben wird. Das heißt, die bisherigen Anforderungen würden abgeschwächt. Wir haben mit dem ift-Auditor darüber gesprochen, inwiefern sich für Metallbauer ein Energiemanagement lohnen kann.
metallbau: Energiemanagementsysteme (EnMS) rücken stärker in den Fokus!
Frank Stöhr: Ja, seit der Energiekrise durch den Ukrainekrieg, aber auch durch die Einführung des Energieeffizienzgesetzes (EnEfG) im November 2023 haben viele Unternehmen begonnen, vermehrt Anträge für die Zertifizierung eines Energiemanagementsystems (EnMS) zu stellen. Dies geschieht angesichts der steigenden Energiekosten; Kostensenkung ist für viele Betriebe eine zentrale Motivation. Zudem sind Betriebe bestrebt, ihren Anteil an regenerativen Energien zu erhöhen, um ihren Beitrag zu den Klimazielen zu leisten.
