Lichte Oase für Einfamilienhaus
Gläserner Anbau erweitert Wohnraum
In Hamburg hat Familie Faerber ihr historisches Einfamilienhaus aus dem Jahr 1937 modernisiert. Das ursprünglich vom Großvater des Bauherrn Johann Faerber errichtete Gebäude in traditioneller norddeutscher Klinkerarchitektur wurde um eine hochwertige Wohnraumerweiterung ergänzt. Entstanden ist ein gläserner Anbau, der den ursprünglichen Charakter des Hauses respektiert und zugleich Ansprüchen an ein modernes Wohnen gerecht wird.
„Der Kontrast zwischen Alt und Neu ist für mich wirklich gelungen und fühlte sich vom ersten Moment an stimmig an“, beschreibt Bauherr Dierk Faerber das Ergebnis. Der rund 30 Quadratmeter große Anbau ist von der bestehenden Küche aus zugänglich und wurde schnell zum neuen Lebensmittelpunkt der Familie – als Esszimmer, Wohnraum und Spielbereich für die Kinder gleichermaßen.
Eigenständige Konstruktion
Gemeinsam mit dem Statiker entschied sich die Familie für eine freistehende, im Inneren sichtbar belassene Stahlkonstruktion, die vom Altbau entkoppelt ist und die bestehende Bausubstanz nicht belastet. Leimholzplatten und eine Gefälledämmung bilden ein begrüntes Flachdach mit einem umlaufenden Dachüberstand. Das Flachdach wirkt temperaturausgleichend und fügt sich harmonisch in die Gartenlandschaft ein. Der Anbau ruht auf einem leicht erhöhten, zweistufigen Holzdeck, das als Sockel den Übergang zum Garten definiert. Die Beheizung basiert auf einem flexiblen Energiekonzept: Eine im Boden verlegte wasserführende Fußbodenheizung ist für den Anschluss an eine Wärmepumpe vorbereitet, während eine elektrische Fußbodenerwärmung unter den Fliesen das System ergänzt. Da das denkmalgeschützte Grundstück keine tiefgreifenden Eingriffe zuließ, dient eine Betonplatte als Fundament.
Transparenz als Gestaltungselement
Uneingeschränkte Ausblicke in den alten Obstgarten ermöglicht die auf drei Seiten umlaufende Glasfassade aus dem System Highline von Solarlux. Aufgrund der Nordausrichtung war keine zusätzliche Verschattung erforderlich; Vorhänge dienen lediglich dem Sichtschutz. Auf der Rückseite blieb das rote Klinkermauerwerk bewusst sichtbar und schafft so den Bezug zum Bestand.
Die seitlichen Wandflächen und die äußeren Bereiche der Gartenfront wurden als Festverglasungen ausgeführt, mit transparenter Ganzglasoptik über Eck. Zwei große Schiebetüren Highline S bilden das Herzstück der knapp acht Meter breiten Glasfront zum Garten. Zweispurige Blendrahmen ermöglichen flexible Öffnungsvarianten, bei denen die Schiebeelemente platzsparend voreinander geparkt werden. Mit Dreifachverglasung erreicht die Highline S einen hervorragenden Uw-Wert von bis zu 0,9 W/m²K. Trotz eines maximalen Elementgewichts von 400 kg lassen sich die Schiebetüren leichtgängig und präzise bedienen. Die Entscheidung für die Baureihe Highline fiel bewusst: Sie fügt sich gestalterisch in die offene Stahlkonstruktion des Anbaus ein und verbindet architektonische Großzügigkeit mit energetischer Effizienz.
Systemqualität aus einer Hand
Das Aluminium-Profilsystem Highline von Solarlux umfasst Glas-Faltwände, Fenster und Schiebetüren. Es bietet damit eine durchgängige Lösung aus einer Hand, inklusive einheitlicher Farb- und Designausführung. Für den Fachhandel bedeutet das: Keine zusätzlichen Lieferanten sind erforderlich, wenn Kunden individuelle Kombinationen wünschen. Mit nur 55 mm ist bei den Schiebtüren die Ansichtsbreite im Flügelstoß schmal, und die Stulp-Profilleisten kommen ohne sichtbare Verschraubungen aus. Zusätzlich wurde bei der Entwicklung viel Wert auf eine einheitliche Linie der Glasebenen gelegt: Werden die Schiebetüren mit Glas-Faltwänden und Fenstern der Baureihe kombiniert, sind ihre Glaskanten – trotz unterschiedlicher Funktionalität – kaum versetzt zueinander.
Der Hamburger Anbau zeigt, wie sich historische Bausubstanz und moderne Architektur zu einer harmonischen Einheit verbinden lassen.
