Karsten Zimmer, BVM
Die BauPVO fordert KMUDie BauPVO (2024) als Teil des europäischen Green Deals ist nicht nur „besser, grüner und digitaler“, wie Andreas Kummerow die Neuerungen beim Fischer Expertenforum ( 3/2025) zusammenfasste, sondern beschert den Betrieben zusätzliche Zertifizierungen und Bürokratie. Als „Regelungswahnsinn“ bezeichnete Norbert Appelhans (11/2025) die anstehenden Änderungen und auch Prof. Winfried Heusler, ift-Institutsleiter, sagte beim Österreichischen Metallbautag in Saalfelden (siehe S. 31), dass die derzeitigen BauPVO-Anforderungen manches KMU in die Insolvenz treiben könnte. Wir haben Karsten Zimmer nach seiner Einschätzung gefragt. Als Bereichsleiter für Technik ist er beim Bundesverband Metall (BVM) in Essen für Normen zuständig.
metallbau: Welche Vorgaben der BauPVO (2024) haben das Potenzial insbesondere kleine Metallbaubetriebe mit bis zu 50 Mitarbeitern unternehmerisch ins Schleudern zu bringen?
Karsten Zimmer: Die Anforderungen an die Dokumentation steigen. Die wesentlichen Herausforderungen sind der Digitale Produktpass (DPP) und die Nachhaltigkeitsanforderungen.
Ob Metallbaubetriebe deswegen „ins Schleudern“ geraten, hängt wesentlich davon ab, wie weit die Digitalisierung im jeweiligen Betrieb bereits vorangeschritten ist und ob es gelingt, die Anforderungen in Sachen DPP und Nachhaltigkeit KMU-gerecht zu...
