Rainer Feuerbacher, Metallbauer
„Wir wollten aufhören, später hätten wir vielleicht müssen!“Metallbau Feuerbacher in Rohrdorf war bis zuletzt gut ausgelastet, die Zahlen wirtschaftlich solide, wie Inhaber Rainer Feuerbacher versichert. Dennoch scheiterte die Suche nach einem Nachfolger und eine 180-jährige Familientradition endete. Wir haben mit dem Unternehmer im Ruhestand über Qualität, Verantwortung, Bürokratie – und die neu gewonnene Freiheit nach der Liquidation seines Betriebs gesprochen. Im Interview blickt der 63-Jährige auf die besten Jahre zurück, beschreibt die Belastungen eines kleinen Handwerksbetriebs und erklärt, warum er trotz allem jungen Menschen zur Selbstständigkeit raten kann.
metallbau: Herr Feuerbacher, wann erlebte Ihr Betrieb seine besten Zeiten?
Rainer Feuerbacher: Ungefähr von 2019 bis 2025 hatten wir unsere besten Jahre. In dieser Phase war das, was nach einem Auftrag übrigblieb, auch wirklich verfügbar. Es musste nicht mehr in Tilgung, alte Schulden oder große Aufbauinvestitionen fließen. Zugleich hatten wir auskömmliche Projekte und uns einen gewissen Ruf erarbeitet. Wir konnten manche Leistungen etwas teurer anbieten als Kollegen und bekamen den Auftrag trotzdem. Fachlich und wirtschaftlich war das eine gute Zeit. Gerade deshalb ist es ärgerlich, dass die...
