Airport Frankfurt
Hilzinger Metallbau tätig für Terminal 3
Im April wurde der Terminal 3 am Flughafen Frankfurt offiziell in Betrieb genommen - eines der größten privatfinanzierten Infrastrukturprojekte Europa. Das neue Terminal stärkt die internationale Bedeutung des Luftverkehrsstandorts Frankfurt und schafft mit einer anfänglichen Kapazität von rund 19 Mio. Passagieren pro Jahr – erweiterbar auf bis zu 25 Mio. – zusätzliche Leistungsfähigkeit für einen der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte Europas.
Hilzinger Metallbau aus Fritzlar, ein Unternehmen der hilzinger Unternehmensgruppe mit rund 130 Beschäftigten, war maßgeblich an der Umsetzung anspruchsvoller Fassaden- und Metallbauarbeiten am Terminal 3 beteiligt. Das Auftragsvolumen belief sich auf rund 43 Mio. Euro.
Im Bereich der Flugsteige H und J wurden insgesamt 24 Flugzeugdocks an zehn Brückenbauwerken entlang der Pier H sowie weitere 14 Brückenbauwerke an der Pier J realisiert. Der Leistungsumfang umfasste die Konstruktion, Fertigung und Montage transparenter Fassaden mit absturzsichernden Verglasungen. Ergänzend wurden Wandflächen und Deckenuntersichten mit rund 15.000 m² Sandwichelementen verkleidet. Die Verbindungsstege zu den Fluggastbrücken erhielten Pfosten-Riegel-Fassaden mit transparenten Ausführungen, kombiniert mit Ganzglas-Lamellenfenstern und verglasten Dachklappen unter Einhaltung hoher brandschutztechnischer Anforderungen.
Auch beim Bau des neuen Personen-Transport-Systems (PTS) mit einer Streckenlänge von rund 5,6 Kilometern war das Unternehmen beteiligt. Dieses verbindet künftig die Terminals und bindet Terminal 3 an den Regional- und Fernbahnhof an. Hilzinger Metallbau realisierte die Fassaden der drei PTS-Stationen am Terminal 1 (Station F), Terminal 2 und Terminal 3. Zum Leistungsumfang gehörten Aluminium- und Stahl-Pfosten-Riegel-Fassaden, Metall-Lamellenverkleidungen an den Brückenfassaden zwischen Parkhaus, Bahnhofsgebäude und Terminal sowie Fluchttürkonstruktionen entlang der Fahrtrassen. Die Station F erhielt zudem eine markante Außenverkleidung aus Aluminiumblechen.
Umgesetzt wurde des Weiteren die Fassadenfront am 70 Meter hohen Vorfeldkontrollturm. Die Verglasungen dort sind nach vorne geneigt und wiegen bis zu einer halben Tonne. Alle Elemente sind geprüft und mit den erforderlichen absturzsichernden Sicherheitsverglasungen sowie Funktionsgläsern für verbesserten Schall- und Sonnenschutz ausgestattet.
Auch im Inneren des Terminal-Hauptgebäudes war hilzinger tätig. Geliefert wurden mehrere Hundert Türen, darunter zahlreiche Brand- und Rauchschutztüren, ausgeführt nach höchsten sicherheitstechnischen Standards, sowie viele Quadratmeter Metallblechverkleidungen aus eigener Produktion, die sowohl funktionale als auch gestalterische Funktionen erfüllen.
Die Leistungen von Hilzinger Metallbau erstreckten sich über einen Zeitraum von rund vier Jahren und gliederten sich in insgesamt elf Teilprojekte. Die Arbeiten erfolgten innerhalb eines der größten Bauvorhaben Europas und stellten aufgrund der weitläufigen Gebäudestrukturen mit Verbindungswegen über mehrere Kilometer sowie der komplexen logistischen Abläufe besondere Anforderungen an Planung, Koordination und Umsetzung.
„Die Zusammenarbeit mit dem Auftraggeber Fraport war eng und partnerschaftlich. Trotz herausfordernder Rahmenbedingungen konnte der Zeitplan eingehalten werden. Die rund 20-jährige Tätigkeit am Flughafen Frankfurt schafft Vertrauen und ist eine wichtige Grundlage für die Beteiligung an solchen Projekten“, sagt Oskar Anders Senior, Geschäftsführer am Standort in Fritzlar.
