Handlaserschweißgeräte
Einfache Bedienung, aufwändiger ArbeitsschutzNach massiver Einführung von billigen Handlaserschweißgeräten aus Asien, kommt es in Betrieben zunehmend zu Gefährdungen. Besonders unterschätzt: die Streustrahlung, die vom Material reflektiert wird. Laut einem Prüfbericht des Eidgenössischen Instituts für Metrologie METAS ist sie noch in größerer Entfernung augengefährlich – nicht nur für den Schweißer selbst. Hinzu kommen Gefährdungen durch UV-Strahlung aus dem Plasma und teils Ozonbildung, die in der Praxis kaum bekannt sind.
Hersteller können ihre Geräte auf Basis einer EU-Konformitätserklärung mit CE-Kennzeichnung auf den Markt bringen – obwohl viele davon ohne die zwingend erforderliche Absaugung verkauft werden.
Die Firma Kaletsch Edelstahlverarbeitung in Wetzlar schaffte im Oktober 2023 ein Handlaserschweißgerät an. Die beiden vorhandenen automatisierten Laserschweißzentren sind regelmäßig überlastet, der Handlaser soll Entlastung bringen. Die Einarbeitung der Mitarbeiter verläuft verblüffend schnell – ein paar Stunden zu zweit am Gerät, dann legen sie selbständig los.
Die Nähte sind sauber, der Zeitgewinn spürbar, die Investition amortisiert sich rasch. Nur eines hätte man gerne vorher gewusst: dass für den Einsatz eines Handlaserschweißgeräts ein abgeschirmter, feuerfester Raum notwendig ist.
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