Kasto & Nachhaltigkeit

Erfolgreiche Re-Zertifizierung nach ISO 50001

„Wir haben in den vergangenen Jahren einen siebenstelligen Betrag in effiziente Technik, Wärmerückgewinnung und die lösemittelfreie Lackierung investiert“, erklärt Sönke Krebber, Mitglied der Geschäftsleitung. „Bei der erfolgreichen Re-Zertifizierung des Energiemanagementsystems nach ISO 50001 hat sich gezeigt, dass dies der richtige Weg war.“

Zwei Bausteine Richtung Nachhaltigkeit waren der Austausch der Ölheizung gegen effiziente Infrarot-Strahler sowie die Umrüstung der Leuchtmittel auf LED. Auch Wärmepumpen und Kompressoren ersetzte Kasto durch sparsamere Modelle. In der Intralogistik mussten die alten Ladegeräte für Flurförderzeuge modernen Aggregaten mit hoher Wirtschaftlichkeit weichen. Und auch Telefonanlage und Rechenzentrum wurden auf einen ökologischen Betrieb umgestellt. Die Abwärme seiner Kompressoren nutzt das Unternehmen inzwischen, um die Sozialräume zu beheizen. Im Zeitraum 2016 bis 2022 sparte es mit diesen Maßnahmen ca. 2,3 Millionen Kilowattstunden Energie ein. Das entspricht einer Reduktion von 22 Prozent. Seit etwa zehn Jahren wird Jahr für Jahr der CO2-Ausstoß gesenkt, auch bei Dienstreisen – indem es diese auf ein Minimum beschränkt und stattdessen virtuelle Meetings nutzt.

Maschinen & Anlagen

Die Sägetechnik ist energieoptimiert: Die Antriebe erfüllen die Energieeffizienzklasse IE3. Frequenzregler steuern die Motorendrehzahl, passen die Geschwindigkeit variabel an verschiedene Anwendungen an und ermöglichen damit Einsparungen. Umweltfreundlich unterwegs sind die Metallbearbeiter auch mit KASTOoptisaw. Die Gerad- und Gehrungsschnittoptimierung sorgt für eine maximale Nutzung des Langguts, die Abfallmenge lässt sich deutlich reduzieren, weniger Material muss bewegt werden.

Retrofit für alte Maschinen

In der Reparaturwerkstatt werden Sägen von Kunden mit mehr als 20 Jahren Betriebsdauer wieder fit gemacht. Ein Beispiel ist eine der ältesten noch laufenden Bandsägen aus den 1980er-Jahren, die über 40 Jahre lang werktäglich bei einem Metallhändler lief. Derzeit saniert die Reparaturwerkstatt eine PBS 800 aus dem Jahr 1970 und eine PSB 220 AU aus dem Jahr 1985. Auch Lager werden mit einem Retrofit direkt vor Ort beim Kunden modernisiert. Danach sind die Maschinen wieder auf dem aktuellen Stand der Technik und für zehn bis 20 Jahre funktionsfähig.

Digitale Zwillinge

Ressourcenschonend ist der Einsatz digitaler Zwillinge. Mithilfe der virtuellen Inbetriebnahme (VIBN) simuliert das Unternehmen Maschinen und Anlagen, bevor sie real in Betrieb gehen. Basis dafür sind die 3D-Konstruktionsdaten, die auch Aktoren und Sensoren umfassen. Damit lassen sich potenzielle Probleme frühzeitig beheben, die Implementierung gelingt reibungslos, aufwändige Nacharbeiten beim Kunden entfallen. Ein weiterer Vorteil: Anwender können ihre Fachkräfte in der Bedienung der neuen Maschine schulen, bevor die Anlage in Betrieb geht.

Effiziente Lagerlösungen

Für Neuinstallationen von automatischen Langgutlagern des Typs Unicompact gibt es ebenso eine umweltfreundliche Lösung. Mit der mobilen Kassettenfertigung KASTOweld werden vor Ort robotergestützt die voluminösen Ladungsträger in hoher und zertifizierter Qualität produziert. Dadurch können viele Lkw-Transporte entfallen, die andernfalls aufgrund der ausladenden Kassetten erforderlich wären. Die Fertigungsanlage ist in der Regel innerhalb von zwei Wochen betriebsbereit. Sie schweißt aus bereitgestelltem Rohmaterial die Kassetten und beschichtet sie mit einem Korrosionsschutzöl.

„Mit dieser Lösung sparten wir erhebliche Frachtkosten ein und verringerten die Umweltbelastung um rund 23 Tonnen CO2. Außerdem mussten wir uns nicht selbst um das Einlagern der Kassetten kümmern und konnten das Lager schon nach kurzer Zeit nutzen“, berichtet Felix Kern, Assistent der Geschäftsleitung bei VBE – ein Referenzkunde für diese Lösung.

Mit Einsatz von KASTOenergysave lässt sich bei Regalbediengeräten (RBG) bis zu 40% Energie und bis zu 50% beim Anschlusswert einsparen, ohne auf Leistung verzichten zu müssen. Das System wandelt überschüssige kinetische Energie in Strom um und speichert ihn zwischen. Die Antriebe im Lagersystem lassen sich damit effizient versorgen, wenn die Energie benötigt wird.

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