Reiniger für Laserschneidanlagen
Den Stahlverbrauch reduzieren & die Qualität erhöhen
Die Firma Hofele Blechbearbeitung schneidet Bleche verschiedenster Werkstoffe mit Laserschneidanlagen. Die Palettentische müssen regelmäßig von Schlacke befreit werden. Für diese Aufgabe vertrauen die Blechprofis auf zwei Spezialwerkzeuge von Trumpf – das TruTool TSC 100 für gewöhnliche und das TruTool TSC 200 für besonders hartnäckige Schlacke.
„Allein durch unser vielseitiges Produktportfolio im Blechbereich können wir uns kaum von Mitbewerbern abheben. Das schaffen wir aber durch extrem schnelle Reaktions- und Lieferzeiten, absolute Zuverlässigkeit und 100 Prozent Qualität“, fasst Thomas Hofele, Geschäftsführer der Hofele Blechbearbeitung in Donzdorf, die Alleinstellungsmerkmale seines Unternehmens zusammen. Als Basis dafür nennt er kurze Entscheidungswege, hochqualifizierte Mitarbeiter und eine technische Ausstattung, die für einen kleinen Betrieb mit 20 Mitarbeitern außergewöhnlich ist.
Im Mittelpunkt stehen drei Festkörperlaseranlagen des Modells TruLaser fiber mit 8 kW, 10 kW und 24 kW Laserleistung. Der Einsatz solch moderner Bearbeitungstechnologien ist für Thomas Hofele selbstverständlich. Denn bereits Anfang der 90er Jahre investierte er in seine erste Laserschneidmaschine. Dabei war dies nicht der erste Kontakt mit dem Ditzinger Konzern, wie er erzählt: „Mein Vater hat vor über 45 Jahren einen Schweißkantenformer von Trumpf gekauft, der übrigens auch heute noch funktioniert. Über Qualität müssen wir da nicht mehr reden.“
Festkörperlaseranlage mit 24 kW
Sein Sohn Chris Hofele arbeitet seit sechs Jahren im elterlichen Betrieb. Als Industriemeister und gelernter Konstruktionsmechaniker beschäftigt er sich intensiv mit aktuellen Entwicklungen in der Blechfertigung und hatte entscheidenden Anteil an den jüngsten Investitionen. So ersetzte das Unternehmen im Jahr 2024 die letzte energieintensive CO2-Laserschneidmaschine durch eine 24 kW-starke Laserschneidmaschine mit einem Faserlaser, die TruLaser 5040 fiber, die deutlich weniger Energie verbraucht, bei höchster Leistungsfähigkeit.
Chris Hofele erklärt: „Wir bekommen immer mehr Anfragen zur Bearbeitung feiner Konturen in 30 mm teils sogar 40 mm dicken Baustahlblechen. Auch Aufträge für Bauteile aus Edelstahl und anderen hochwertigen Materialien nehmen zu. Für all das und noch mehr sind wir jetzt bestens gerüstet.“
Dabei ist der Juniorchef nicht nur von der Leistungsfähigkeit der TruLaser 5040 fiber begeistert. Auch über die übersichtliche und einfache Bedienung der Anlage freut er sich: „Die Benutzeroberfläche hat eine Touch-Funktion. Dadurch können wir Bedienaufgaben enorm schnell und intuitiv erledigen. Außerdem sind die TruLaser fiber einfach zu rüsten.“ Um nur ein Detail zu beschreiben: Der Düsenwechsler des Schneidkopfs kann hauptzeitparallel aus der Maschine herausgezogen und gerüstet werden. In puncto Bauteil- bzw. Schnittqualität der TruLaser fiber machen sich die Hofeles grundsätzlich keine Sorgen: „Wir haben jetzt schon seit über 30 Jahren Anlagen von Trumpf im Einsatz. Insofern kann ich die Qualität der Maschinen ebenso gut einschätzen wie die der bearbeiteten Bleche. Da gibt es nichts zu meckern. Auch wenn ich als Schwabe gerne mal sparsam bin und Trumpf definitiv kein Billiganbieter ist. Ich fühle mich bei diesem Unternehmen dank einer ehrlichen und kompetenten Beratung immer gut aufgehoben“, erzählt der Geschäftsführer.
Schlacke auf Paletten
Für die Qualität und Sauberkeit der geschnittenen Bauteile ist aber nicht allein die Technologie der TruLaser fiber verantwortlich. Ebenso wichtig sind vermeintlich banale Umstände – wie die unvermeidbare Schlacke auf den Paletten. Wenn sie zu dick wird, kann es Probleme aufgrund einer unebenen Auflagefläche geben. Zudem ist es möglich, dass Schlacke während der Bearbeitung an das Blech spritzt. Ein No-Go für den Donzdorfer Unternehmer. Deshalb setzt er Auflageleisten-Reiniger bereits seit Markteinführung vor rund 20 Jahren ein. „Mir hat damals ein Trumpf Mitarbeiter eine Rechnung aufgemacht, wieviel ich durch den Einsatz dieses Spezialwerkzeug sparen kann. Das war zu dieser Zeit schon einleuchtend“, freut sich der Firmenchef.
Heute reinigt Hofele mit der zweiten Generation der Auflageleisten-Reiniger (dem TruTool TSC 100) die Paletten seiner TruLaser fiber mit 8 kW und 10 kW. Die dritte und jüngste Generation (das TruTool TSC 200) ist darüber hinaus seit Mai im Einsatz – primär an der 24 kW-starken TruLaser 5040 fiber. Laut Philipp Herwerth, Vertriebsleiter Deutschland für Elektrowerkzeuge bei Trumpf, wurde er genau für den Einsatz an solch leistungsstarken Laseranlagen konzipiert: „Je höher die Laserleistung, desto härter ist die Schlacke. Unser TSC 100 stieß damit an seine Grenzen. Deshalb haben sich unsere Entwickler ein neues technologisches Prinzip ausgedacht.“
Auflageleisten-Reiniger für harte Schlacke
Das TruTool TSC 200 entfernt die harte Schlacke nicht mehr in einem, sondern in zwei Schritten – mit einem Schrupp- und Schlichtprozess, der auf die patentierte Geometrie des Reinigungswerkzeugs abgestimmt ist. Heißt: Die links und rechts von den zu reinigenden Leisten angeordneten Werkzeuge verfügen über jeweils zwei verzahnte und zwei durchgängige Schneidkanten. Die verzahnten brechen die Schlacke auf und die durchgängigen schaben sie ab.
Dieser Ablauf erfolgt permanent (rund 25 Mal pro Sekunde), sodass ein Hofele-Mitarbeiter es meistens schafft, in etwa einer Stunde die 60 Auflageleisten der zwei x vier Meter großen Palette komplett zu reinigen. Wie schnell der Reinigungsprozess tatsächlich erfolgen kann, hängt allerdings stark von der Schlackendicke ab, die nicht mehr als 25 mm betragen sollte. Zudem hilft bei Hofele die an den Auflageleisten-Reiniger montierte, optionale Vorschubunterstützung.
Wichtig für die hohe Leistung des TruTool TSC 200 ist neben der Schrupp-Schlicht-Technologie auch der starke Motor mit 1.700 Watt sowie das angepasste Getriebe, was den Motor vor Überlast schützt. Diese beiden Antriebsbestandteile sind jeweils in einer separaten Kammer untergebracht, sodass auch ohne zusätzliche Dichtungen weder Schlacke noch relevante Staubpartikel eindringen können.
Für gute Handhabung sorgt unter anderem ein Kunststoff-Handgriff, mit dem die Maschine bequem auf die zu reinigende Palette gesetzt werden kann. Dank einer Alu-Griffstange – mit optionaler Verlängerung – lässt sie sich auch stets über die komplette Bettbreite bewegen. Transportrollen aus hochwertigem Kunststoff helfen dabei, den Auflageleistenreiniger ohne Kraftanstrengung zur Laserschneidanlage zu transportieren. Dabei müssen die Rollen auch während des Reinigungsvorgangs nicht demontiert werden. Ein speziell konstruiertes Gleitblech sorgt dafür, dass sich der TSC 200 mit geringem Widerstand über die Leisten bewegen lässt.
Amortisation in weniger als zwei Monaten
Gefragt nach der Wirtschaftlichkeitsrechnung, erläutert der Geschäftsführer: „Wenn wir auf unserer 24 kW-Anlage durchgängig dicke Bleche schneiden, reinigen wir die Paletten nahezu einmal pro Woche – wohlgemerkt bei einschichtigem Betrieb. Da wir bis zu fünf Mal reinigen können, bevor wir neue Auflageleisten brauchen, sparen wir auch fünf Mal den Austausch und müssen nur alle sechs Wochen neue Leisten herstellen. Das Ganze erfolgt übrigens hauptzeitparallel, ohne Stillstandzeiten der Laseranlage. Nach unserer Erfahrung funktioniert die Reinigung von dieser harten Schlacke mit keinem anderen Werkzeug.“
Berücksichtigt man die durchschnittlichen Materialkosten für neue Leisten, die Maschinenzeit für die Herstellung sowie die zusätzlich anfallende Arbeitszeit der Mitarbeiter, amortisiert sich die Investition in den Auflageleisten-Reiniger TSC 200 laut Chris Hofele schon innerhalb von zwei Monaten: „Eine ähnliche Rechnung können wir mit dem TSC 100 aufmachen. Dabei ist in beiden Fällen nicht zu vergessen, dass wir damit langfristig nachhaltig und im Sinne der Umwelt handeln, da wir eine ganze Menge Rohmaterial sparen.“
