Der Scheitelpunkt

soll durchschritten sein, meint das ifo Institut zum Thema Lieferverzögerungen und Preiserhöhung. Die Metallbaubranche meldet Lieferschwierigkeiten in erster Linie für Stahlprofile und Bleche. Der Einkauf von Aluminiumsystemprofilen funktioniert wohl, allerdings haben sich auch dafür die Preise seit der Corona-Krise um ca. 20 bis 25 Prozent erhöht. Unterdessen hat Schüco auch für Aluminiumprofile Lieferverzögerungen gemeldet, wobei die Bestellungen der Partnerbetriebe priorisiert bearbeitet werden.

Schlichte Maßnahmen gegen das Preisrisiko sind kurzfristige Angebote. Allerdings müssen die Materialien dann zügig bestellt werden, wenn der Kunde den Auftrag bestätigt. Ein Tipp von Landesinnungsmeister Alexander Repp, der uns im Interview einen Einblick in seine Betriebssituation mit 30 Mitarbeitern gegeben hat.

Eine neue Zeitrechnung

Über 5.000 Unternehmen in NRW und Rheinland-Pfalz wurden von den Wassermassen im Juli geschädigt. Für Rudolf Kessel begann mit der Flutkatastrophe eine neue Zeitrechnung, sein Betrieb stand 1,60 Meter unter Wasser – Unterlagen, Maschinen, der Fuhrpark alles zerstört.

Betroffene mit versicherungstechnischen Fragen können sich an Siegfried Thüringer von der SMK Versicherungsmakler AG wenden. Der Experte für Wasserschäden ist im Juni aus Altersgründen aus dem Geschäft ausgeschieden und steht mit seiner Expertise Flutopfern zur Verfügung – im Interview gibt er einige wichtige Hinweise.

Fachkräftemangel

Die Auftragsbücher vieler Metallbaubetriebe sind voll, es fehlt den Unternehmern jedoch an Fachkräften. Im Beitrag "Dauerbrenner Fachkräftemangel" beschreiben drei Geschäftsführer ganz unterschiedliche Wege der Personalsuche. Selbst ausbilden ist die Devise von Josef Reichhart, Chancen offerieren das Motto von Lucas Spiegel und Volker Gawron gelingt es, über die Sozialen Medien Bewerber zu akquirieren. Metallbaumeister Stefan Piel war mit seiner Anfrage an die Metallfachschule Hessen erfolgreich und hat im August die Umschülerin Monique Brock  als Gesellin einstellen können. Absolventen der Metallfachschule Hessen sind jedoch rar, obwohl Schulleiter Helge Rühl sagt, dass er 30 bis 40  Metallbauer*innen mehr ausbilden könnte. Die Gretchenfrage ist: Weshalb vermittelt das JobCenter keine Umschüler für das Gewerk Metallbau?

Es grüßt Sie

Stefanie Manger
Chefredakteurin

x

Thematisch passende Artikel:

Ausgabe 2013-02 Internationaler und professionell ausgeklügelt

Die BAU 2013

Auf rund 180.000 Quadratmetern Hallenfläche präsentierten sich 2.060 Aussteller aus 41 Ländern, darunter das Who-is-Who der Material-, Bauelemente- und Systemhersteller. Von den 16 großen...

mehr
Ausgabe 2021-11

Andreas Grimm von C.W. Dallwig

„Die Lieferprobleme werden andauern!“

metallbau: Wann wird sich diese Situation um Lieferengpässe entspannen? Grimm: Aus meiner Sicht ist das derzeit die Spitze des Eisbergs. Die Störungen, die wir haben, basieren auf einer mangelnden...

mehr
Interview

Andreas Grimm von C.W. Dallwig

"Ende der Lieferprobleme nicht absehbar."

metallbau: Seit wann haben Sie Lieferprobleme und mit welchen Produkten? Wie haben sich die Schwierigkeiten bislang für die Auftragsabwicklung ausgewirkt? Andreas Grimm: Die Lieferprobleme beziehen...

mehr
Ausgabe 2021-10 Interview

Tobias Willi, Unternehmer

"Wir sind nun als Dienstleister erfolgreich."

metallbau: Was waren Ihre Gründe für den Kauf einer Plasmaschneidanlage? Tobias Willi: Zunächst wollte ich mich von unseren externen Dienstleistern unabhängig machen, aber nach längerer...

mehr
Ausgabe 2021-09 Interview

Hans Pertl, Unternehmer

„Servicetechnik schafft Synergien!“

metallbau: Welche Leistungen bieten Ihre Servicetechniker? Hans Pertl: In erster Linie geht es um die Wartung von Toren und von mechanischen sowie mechatronischen Türen, darunter auch...

mehr