Schadensersatz …

... sollten betroffene Verarbeiter von Stahlproduzenten fordern können, die in den Jahren von 2002 bis 2016 widerrechtlich Preise ihrer Stahlprodukte abgesprochen haben. Die Ermittlungen des Bundeskartellamts wurden im vergangenen Jahr abgeschlossen, beteiligte Unternehmen mussten in den Jahren 2018/2019 mehr als 900 Mio. Euro Bußgelder zahlen.

Inzwischen kümmern sich Kanzleien darum, dass ausführende Betriebe ihre Schadensersatzansprüche geltend machen, beispielsweise die Kanzlei Hausfeld in Berlin/Düsseldorf. Im Gespräch erklärte RA Dr. Thomas Jäger: „Es ist davon auszugehen, dass kartellbedingte Preisüberhöhungen in erster Linie an die Verarbeiter weitergegeben wurden. Bei betroffenen Stahlhändlern dürften in der Regel nur unwesentliche bis keine Schäden verblieben sein.“  Wir informieren über die Kartelle, die Stahlprodukte, Anwaltskosten und über die Voraussetzungen, die in Ihrem Betrieb für ein gerichtliches Vorgehen gegeben sein sollten.

Betriebsmanagement

Das Coronavirus bringt Betriebe wirtschaftlich in die Bredouille, RA Insolvenzverwalter Jochen Eisenbeis gibt Tipps für die Verbesserung der Liquidität. Als Betriebssanierer hat Werner Broeckmann langjährige Erfahrungen in der Branche des Metallbaus, sein Fazit lesen Sie in der Ausgabe vom September. Darüber hinaus finden Sie einen Beitrag über Factoring sowie über Controlling mithilfe von ERP-Programmen – beides Maßnahmen, die zumindest den Finanzüberblick stützen.

Nachhaltigkeit

Auch wenn Corona im Mittelpunkt der Nachrichten steht, die Aktivitäten zur Stabilisierung des Klimas werden fortgesetzt. Die Baubranche mit dem Metall-/Stahl- und Fassadenbau ist bereits vielfach tätig, ob es um das Recycling der Materialien geht, die Verwendung von sogenannten Sekundärbaustoffen oder energieoptimierte Scheiben, Türen usw.

Das Fachmagazin metallbau greift künftig das Thema Nachhaltigkeit jährlich in einem redaktionellen Sonderteil auf, zudem wird der Anzeigen-Fachmarkt um das Thema erweitert. Beispielsweise können im Kleinanzeigenformat EPD-zertifizierte Produkte (Umweltproduktdeklaration) gezielt kommuniziert werden, die bislang auf den Websites der Hersteller oder via DGNB-Navigator recherchiert werden mussten. Wir starten mit der Ausgabe im November.

Stefanie Manger
Chefredakteurin

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